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KI

KI-Kompetenz nach Artikel 4: So setzt du die Schulungspflicht pragmatisch um.

Artikel 4 des EU AI Act verpflichtet Unternehmen, die KI einsetzen, zu einem ausreichenden Maß an KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden. Die Regel gilt seit dem 2. Februar 2025 und betrifft auch den Betrieb, der 'nur' Copilot oder ChatGPT nutzt. Mit dem Start der Aufsichtsbehörden im August 2026 wird aus der Papierpflicht eine Prüffrage.

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Was Artikel 4 tatsächlich verlangt

Der Gesetzestext ist kurz: Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen Maßnahmen ergreifen, um „nach besten Kräften“ sicherzustellen, dass ihr Personal über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügt. Berücksichtigt werden dabei technische Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung und der Kontext, in dem die KI eingesetzt wird.

Wichtig ist das Wort „Betreiber“: Die Pflicht trifft nicht nur Softwarehersteller, sondern jedes Unternehmen, dessen Mitarbeitende KI beruflich nutzen, vom Copilot in Word über den Chatbot im Kundenservice bis zum KI-Feature im Buchhaltungstool. Eine Bagatellgrenze nach Unternehmensgröße gibt es nicht.

Warum das Thema jetzt drängt

Die Pflicht gilt seit Februar 2025, durchgesetzt wird sie ab dem 2. August 2026, wenn die nationalen Aufsichtsbehörden ihre Arbeit aufnehmen. Spätestens dann sollte jedes Unternehmen die Frage „Wie stellen Sie die KI-Kompetenz Ihrer Mitarbeitenden sicher?“ mit Unterlagen statt mit Schulterzucken beantworten können.

Dazu kommt die praktische Realität: Laut dem Work Trend Index 2024 von Microsoft und LinkedIn (einer Befragung von 31.000 Berufstätigen in 31 Ländern) nutzen bereits 75 Prozent der Wissensarbeiter generative KI im Job. 78 Prozent davon bringen eigene KI-Tools mit zur Arbeit, ohne dass das Unternehmen davon weiß oder es freigegeben hat. Geschult oder nicht: Deine Mitarbeitenden nutzen KI längst.

Was 'ausreichende Kompetenz' konkret heißt

Das Gesetz verlangt keine Data-Science-Ausbildung für alle, sondern rollengerechtes Wissen. In der Praxis haben sich drei Stufen bewährt:

  • Anwenderinnen und Anwender: Grundverständnis, was KI kann und was nicht, typische Risiken wie Halluzinationen und Datenschutz-Fallen, klare Do's und Don'ts für den Alltag (etwa 2 Stunden Schulungsumfang).
  • Poweruser und Key-User: zusätzlich Risikoklassen des AI Act, Bewertung neuer Use Cases, Multiplikatorenrolle im Team (etwa 3 Stunden).
  • Verantwortliche (Geschäftsführung, IT-Leitung): Governance, Betreiberpflichten, menschliche Aufsicht, Freigabeprozesse für neue KI-Tools und die Frage, wer im Ernstfall haftet.
Risikopyramide des EU AI Act mit vier Risikoklassen
Wer Use Cases bewerten soll, muss die Risikoklassen kennen: Kernbestandteil jeder Advanced-Schulung.

Der Nachweis entscheidet

Eine Schulung, die niemand belegen kann, hilft im Prüfungsfall wenig. Zur sauberen Umsetzung gehören dokumentierte Teilnahmen mit Datum und Inhalten, eine kurze schriftliche KI-Richtlinie, auf die sich die Schulung bezieht, und ein Prozess für Neueinstellungen und neue Tools. Das klingt nach Bürokratie, ist aber in Summe ein überschaubares Paket: einmal aufgesetzt, läuft es mit.

Positiver Nebeneffekt: Dieselbe Dokumentation überzeugt auch Cyber-Versicherer, Auftraggeber in Ausschreibungen und Mandanten, die nach dem KI-Umgang ihrer Dienstleister fragen.

So setzen wir das mit Unternehmen um

Unsere EU-AI-Act-Schulungen sind genau entlang dieser Logik gebaut: Die Basis-Schulung (ca. 2 Stunden, ab 160,00 € zzgl. MwSt.) deckt das Pflichtwissen für Anwender ab, die Advanced-Schulung (ca. 3 Stunden, ab 200,00 € zzgl. MwSt.) richtet sich an Poweruser und Verantwortliche. Beide gibt es online live oder inhouse, jeweils mit Teilnahmebescheinigung für deine Dokumentation. Für den Einstieg reicht oft ein einziger Termin pro Zielgruppe. Danach ist die Pflicht erfüllt und dein Team arbeitet messbar sicherer mit KI.