WODIX GmbH
Security

Firmendaten auf jedem Gerät im Griff: Intune und modernes Gerätemanagement.

Microsofts Digital Defense Report zählt über 600 Millionen Angriffe pro Tag auf Identitäten und Systeme, und der Weg zu den Firmendaten führt oft über ein schlecht verwaltetes Endgerät. Mobile Device Management (MDM) ist deshalb längst kein Konzern-Luxus mehr, sondern Grundhygiene.

Zurück zur Übersicht

Das Problem: Arbeit passiert überall, Kontrolle nirgends

Der Arbeitsplatz von heute ist verteilt: Laptop im Homeoffice, Smartphone unterwegs, vielleicht ein privates Tablet mit Zugriff auf die Firmen-Mail. Jedes dieser Geräte hält Zugangsdaten und Firmendaten, aber ohne zentrale Verwaltung weiß niemand, ob es verschlüsselt ist, aktuelle Updates hat oder nach dem Verlust im Zug noch Zugriff aufs Unternehmen gewährt. Genau diese Lücke schließt Mobile Device Management.

Was Microsoft Intune ist

Intune ist Microsofts cloudbasierter Dienst für Endpoint Management: Geräte registrieren, konfigurieren, absichern und aktuell halten, Apps verteilen und schützen, zentral über eine Web-Konsole, ohne eigene Server-Infrastruktur. Unterstützt werden Windows, macOS, Android, iOS/iPadOS und weitere Plattformen; das Modell folgt dem Zero-Trust-Prinzip.

Konkret heißt das im Alltag: Ein neuer Firmen-Laptop richtet sich beim ersten Anmelden selbst ein (Richtlinien, Apps, VPN, Verschlüsselung). Ein verlorenes Smartphone wird aus der Ferne gesperrt oder von Firmendaten bereinigt. Und private Geräte bekommen über App-Schutz Zugriff auf Mail und Teams, ohne dass das Unternehmen das ganze Gerät verwaltet, Stichwort BYOD.

Das eigentliche Kraftpaket: Zusammenspiel mit Conditional Access

Seine volle Wirkung entfaltet Intune im Verbund mit Entra ID: Der Gerätezustand fließt in Conditional-Access-Regeln ein, die den Zugriff auf Firmendaten steuern. Die Regel 'Nur konforme, verwaltete Geräte kommen an SharePoint und Exchange' ist der wirksamste Schutz gegen den Klassiker: gestohlene Zugangsdaten, die von einem fremden Rechner aus benutzt werden. Selbst mit korrektem Passwort und abgefangenem MFA-Code bleibt die Tür zu, wenn das Gerät nicht vertrauenswürdig ist.

Ablaufdiagramm: Conditional Access prüft Identität und Gerätezustand und gewährt nur konformen Firmengeräten Zugriff
Intune liefert den Gerätezustand, Conditional Access entscheidet: Fremde Geräte bleiben draußen, auch mit korrektem Passwort.

Die gute Nachricht für den Mittelstand

Intune steckt bereits in Microsoft 365 Business Premium. Viele Unternehmen bezahlen die Geräteverwaltung also schon, ohne sie zu nutzen. Der Einstieg gelingt gestuft:

  • Phase 1: Firmen-Windows-Geräte registrieren, Grundrichtlinien setzen (Verschlüsselung, Updates, Defender).
  • Phase 2: Smartphones aufnehmen (Firmengeräte voll verwaltet, private per App-Schutz für Mail und Teams).
  • Phase 3: Conditional Access scharf schalten: Zugriff auf Firmendaten nur noch von konformen Geräten.